Das große Graupner ABC

Das große Graupner ABC und Modellbau-Lexikon erläutert und erklärt ausführlich interne Graupner Begrifflichkeiten und allgemeine Modellbau Bezeichnungen und dient als tolles Nachschlagewerk.

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A

Akku / Akkumulator (engl. Battery)
Unter einem Akku versteht man eine wiederaufladbare Stromquelle. Die elektrische Energie wird auf elektrochemischer Basis gespeichert. Der Name entstand aus dem lateinischen Wort „accumulator“ welches übersetzt „Sammler“ bedeutet. Es gibt verschiedene Typen von Akkus, welche ihre Bezeichnung durch die verwendeten Materialien bekommen. Die im Modellbau beliebtesten Arten sind Lithium-Polymer- (LiPo), Blei- (Pb), Nickel-Metallhydrid- (NiMh) und Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd).
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Anti-Blitz
Bei der Bezeichnung Anti-Blitz handelt es sich um eine Eigenschaft von Steckern, die gefährliche Funkenschläge beim Anstecken des Akkus vermeidet. Diese Eigenschaft wird durch spezielle Widerstände erreicht, die direkt in der Buchse integriert sind. Dies sorgt weiterhin dafür, dass die Stützkondensatoren in Reglern geschont werden.
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B

Balancer
Der deutsche Begriff für Balancer ist in etwa »Ausgleichsregler«. Der Balancer ist üblicherweise Teil eines Batteriemanagementsystems und sorgt für eine gleichmäßige elektrische Ladungsverteilung. Gerade beim Laden von LiPo-Akkus ist es wichtig, eine gleichmäßige Ladung zu gewährleisten, da diese empfindlich auf falsches Laden reagieren. Graupner typische Balancer Anschlüsse sind der EH- und der XH-Stecker.
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Balsaholz
Kaum ein anderes Holz hat den Modellbau so geprägt wie Balsa. Bis 2013 betrieb Graupner ein Balsawerk in Ecuador. Das von Graupner verwendete Balsaholz zeichnet sich durch seine hohe Qualität aus. Das geringe Gewicht macht es perfekt für den Flugmodellbau, aber auch in anderen Modellbau-Bereichen kommt es zum Einsatz. Graupner bietet sein Balsaholz in Form von Leisten, Rundhölzern, Klötzen, Bohlen und Brettern in verschiedenen Stärken an.
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Bausatz, Schnellbausatz, Premium-Bausatz
Im klassischen Modellbau dreht sich, wie der Name schon sagt, vieles um das Bauen der Modelle. Manch ein Modellbauer verbringt Stunden, Tage und Nächte in seinem Hobbyraum an der Werkbank und fertigt in liebevoller Kleinarbeit sein Modell. Um klar anzuzeigen, dass es sich um einen Bausatz handelt, sind die Artikel dementsprechend benannt oder in eine dafür vorgesehene Kategorie eingeordnet. Bausätze zeichnen sich dadurch aus, dass diese aus Einzelteilen bestehen, die zusammengebaut werden müssen. Je nach der Erfahrung des Modellbauers kann man hier zwischen Schnellbausatz, Premium-Bausatz und Bausatz unterschieden werden. Bei einem Schnellbausatz werden einzelne Teile schon vormontiert geliefert und erleichtern so den Zusammenbau. Premium-Bausätze sind die Alternative zu der Graupner Premiumline und bestechen durch feine Details. In der Regel sind in klassischen Bausätzen keine Elektronik oder RC-Komponenten enthalten.
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BEC
Der »Battery Eliminator Circuit« ist eine elektronische Spannungsregelung. Der BEC eliminiert die Notwendigkeit einer zweiten Batterie im Modell. Mit einem BEC ist es möglich, die Stromversorgung des Antriebes und der Steuerung mit einer einzigen Stromquelle sicherzustellen. Viele der Graupner Fahrtenregler (engl. ESC – Electronic Speed Control) haben einen über den Sender einstellbaren BEC integriert. Herkömmliche BECs wandeln die Eingangsspannung auf 5 V, beim Graupner PDB mit SBEC (Power Distribution Board) z.B. kann man die Ausgangsspannung über die Telemetrie von 4,5 – 8 V einstellen.
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Bürstenmotor (Brushed) / Bürstenloser Motor (Brushless)
In der Modellbauwelt werden verschiedene Arten von Motoren eingesetzt. Die gängigsten sind Bürsten- und bürstenlose Motoren. Bei einem Bürstenmotor handelt es sich um einen Gleichstrommotor. Diese Motoren werden meist in kostengünstigen Einsteigermodellen verwendet. Die Motoren verfügen über zwei Anschlüsse, Bürsten/Schleifkontakte (Brush), einen Kollektor und Permanentmagneten (meist) am Gehäuse. Diese Motoren nutzen sich an den Schleifkontakten über die Laufzeit ab, das heißt, sie werden schwächer. Es gibt Motoren, bei denen sich die Kontakte austauschen lassen. Brushless-Motoren sind anders aufgebaut. Üblicherweise werden die Magnete bei BL-Motoren am Rotor angebracht. Die Spulen werden am Stator angebracht und werden zeitlich versetzt angesteuert um ein sich drehendes magnetisches Feld zu erzeugen. Durch dieses wechselnde Feld wird ein Drehmoment am Rotor verursacht. Die große Mehrheit der Motoren wird mit drei Phasen (drei Anschlusskabeln) ausgeführt. Die Motoren werden durch einen Fahrtenregler (ESC) angesteuert. Durch den Wegfall der Bürsten sind diese Motoren wartungsfreier und verschleißen nicht so schnell.
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C

Crawler
RC-Car Crawler sind die Modelle für Offroad Fans. Kein Weg zu steinig, kein Berg zu hoch. Crawler zeichnen sich durch ihr hohes Drehmoment, hoher Bodenfreiheit und separat gefederte Achsen aus.
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D

Depron
Depron ist der führende Markenname für Polystyrol. Das Material zeichnet sich durch eine glatte und sehr feine Oberfläche aus. Mit diesem Material können leichte und preisgünstige Modelle gebaut werden. Die gängigsten Materialstärken sind 3 mm bzw. 6 mm.
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Dual Rate
Die Dual-Rate-/Expo-Funktion ermöglicht eine flugphasenabhängige Umschaltung bzw. Beeinflussung der Steuerausschläge und -charakteristiken für Quer(QR), Höhen- (HR) und Seitenruder (SR). Dual Rate wirkt ähnlich der Geberweg-Einstellung auf die entsprechende Steuerfunktion, unabhängig davon, ob diese auf ein einzelnes Servo oder über beliebig komplexe Misch- und Koppelfunktionen auf mehrere Servos wirkt. Die Steuerausschläge sind pro Schalterposition zwischen 0 und 125 % des normalen Steuerweges einstellbar.

E

Elektromotor
Neben klassischen Verbrennungsmotoren kommen im Modellbau vermehrt Elektromotoren zum Einsatz. Elektromotoren wandeln dabei Energie in Bewegung um. Die Drehbewegung eines Elektromotors beruht dabei auf der gegenseitigen Anziehung bzw. Abstoßung von Magnetfeldern, welche innerhalb des Motors existieren. Im Modellbau kommen hauptsächlich zwei Typen von Elektromotoren zum Einsatz, Brushed und Brushless, siehe hierzu Punkt „Bürstenmotor (Brushed) / Bürstenloser Motor (Brushless)“.
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Empfänger
Ein Empfänger ist das im Modell verbaute Gegenstück zum Sender (Fernsteuerung). Alle Signale, die von der Fernsteuerung an das Modell geschickt werden, wandelt der Empfänger in Steuerbefehle für Antriebe, Servomotoren oder andere Module um. Alle Empfänger des Graupner Sortiments haben eine möglichst kleine Abmessung und geringes Gewicht, trotzdem bieten die Empfänger maximale Leistung. Von mehreren integrierten Antennen bis hin zur eingebauten Telemetrie oder 3-Achs Gyros, bieten Graupner Empfänger technische Höchstleistungen. Je nach Einsatzzweck variieren die Empfänger von zwei bis hin zu sechzehn Steuerfunktionen (Kanälen).
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Expo
Expo ermöglicht für Werte größer 0% eine feinfühligere Steuerung des Modells im Bereich der Mittellage der jeweiligen Steuerfunktion (Quer-, Höhen- und Seitenruder), ohne auf den vollen Ausschlag in Steuerknüppelendstellung verzichten zu müssen. Umgekehrt wird für Werte kleiner 0% die Geberwirkung um die Neutrallage vergrößert und in Richtung Vollausschlag verringert. Der Grad der „Progression“ kann also insgesamt von -100% bis +100% eingestellt werden, wobei 0% der normalen, linearen Steuercharakteristik entspricht. Eine weitere Anwendung ergibt sich bei den heute meist üblichen Drehservos: Die eigentliche Ruderansteuerung verläuft nämlich nicht linear, da mit zunehmendem Drehwinkel der Anlenkscheibe bzw. des Hebelarmes die Ruderauslenkung über das Steuergestänge immer geringer wird. Mit Expo-Werten größer 0% kann diesem Effekt gegengesteuert werden, sodass mit größer werdendem Knüppelausschlag der Drehwinkel überproportional zunimmt. Auch die Expo-Einstellung wirkt immer direkt auf die jeweilige Steuerfunktion, unabhängig davon, ob diese auf ein einzelnes Servo oder über beliebige Misch- und Koppelfunktionen auf mehrere Servos wirkt.

F

Fail Safe
Die Funktion „Fail Safe“ bestimmt das Verhalten des Empfängers sowohl unmittelbar nach dem Einschalten der Empfangsanlage wie auch im Falle einer Störung der Übertragung vom Sender zum Empfänger. Die an den Empfängerausgängen 1 bis max. 16 angeschlossenen Servos können deshalb im Falle einer Störung wahlweise …
1. … die momentane Position beibehalten („halt“): Alle auf „halt“ programmierten Servos bleiben im Falle einer Übertragungsstörung so lange an den vom Empfänger zuletzt noch als korrekt erkannten Positionen stehen, bis ein neues, korrektes Steuersignal beim Empfänger eintrifft.
2. … sich nach Ablauf der vorgewählten „Verzögerungszeit“ in eine frei wählbare Position („Pos“) bewegen.
Fernsteueranlage
Die Fernsteuerung (Sender) ist das Gerät, welches die Eingaben des Piloten (Fahrer) umwandelt und an den Empfänger sendet. Es gibt Pultsender, Handsender und Coltsender (Pistolensender; primär für RC-Cars und RC-Boote). Je nach Einsatzgebiet benötigen Nutzer verschiedene Steuerfunktionen (Kanäle). Graupner bietet eine Vielzahl an Sendern, die über zwei bis hin zu 32 Kanäle verfügen. Die Steuereingaben werden vom Sender in dem 2,4 GHz- Frequenzbereichen gesendet. Vom Modell werden z.B. Telemetrieinformationen an den Sender zurückgeschickt und auf den Displays angezeigt. Das bidirektionale Übertragungssystem HoTT sorgt für höchste Zuverlässigkeit und ermöglicht die direkte Übertragung und Auswertung der Telemetriedaten.
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Flybar/ Flybarless
Im Bereich der RC-Helikopter wurde bis vor wenigen Jahren die Stabilisierung des Hauptrotors mit einer sog. Flybar/Paddelstange geregelt. Die Stabilisierung erfolgt durch die Drehung der Stange. Diese Drehung bewirkt eine Veränderung der Anstellwinkel der Paddel und somit eine Neigung der Hilfsrotorebene relativ zur Hauptrotorebene. Durch die zyklische Ansteuerung der Hauptrotorblätter kann der Heli so stabil gesteuert werden.
Heute wird die Stabilisierung ohne ein solches Paddel erreicht. 3-Achsen-Gyroskope registrieren, in welcher Fluglage sich der Heli befindet. Die Systeme korrigieren und steuern gegen die Bewegung, sie sorgen damit für eine ruhige und stabile Fluglage.
FPV – First Person View
FPV bezeichnet eine relativ neue Art seine Modelle zu steuern. Die Modelle werden dabei aus der Ich-Perspektive bewegt. Die FPV-Bewegung zieht sich durch alle Bereiche des Modellsports, wurde aber maßgeblich durch die Multicopter-Szene beeinflusst. Ganze Rennserien und Meisterschaften begründen sich auf dieser Bewegung. Mit Hilfe einer kleinen Kamera und eines Videosenders, wird dem Nutzer das Bild auf einen kleinen Monitor oder eine Videobrille gesendet. Dies ermöglicht ein noch intensiveres Flugerlebnis, da es so wirkt, als würde man in seinem Modell sitzen. Bis heute wird das Steuern des Modells über eine Videobrille kontrovers diskutiert und streng reguliert. Module mit mehreren Kilometern Reichweite stehen dem Grundsatz entgegen, dass man sein Modell mit bloßem Auge erkennen muss.

G

GPS
Die Abkürzung GPS steht für Global Positioning System. Das GPS wurde ab den 70er Jahren vom Verteidigungsministerium der USA entwickelt. Ein solches Satellitennavigationssystem dient ganz allgemein der Positionsbestimmung und findet auch in vielen privaten Navigationssystemen seine Anwendung. Mit einem GPS-Modul kann ein Modell seine Position halten. Bei unfreiwilligen Außenlandungen kann der Pilot mit Hilfe des Moduls die Position seines Modells bestimmen.
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Gyro/Gyroskop
Das Gyroskop ist ein schnell rotierender Kreisel, der sich in einem beweglichen Lager dreht. Durch die Rotation weist der Kreisel ein hohes Beharrungsvermögen gegenüber Änderungen der Lage auf. Sobald eine Kraft versucht die Drehachse des Kreisels zu kippen, entsteht ein Drehmoment, daraus resultiert, dass sich die Achse des Kreisels senkrecht zur auftretenden Kraft kippt. Im Modellbau wird der Begriff Gyro (Kreisel) für Drehratensensoren verwendet, die zwar keine Kreisel enthalten, aber denselben Zweck erfüllen. Diese Sensoren registrieren die Änderung der Lage und können sofort gegensteuern. Modelle können so stabilisiert werden.

H

HoTT
Der technologische Fortschritt im gesamten Modellbau stellt für die Entwicklungsingenieure eine stete Herausforderung dar. Das infolge der Einführung neuer Übertragungstechnologien von Graupner entwickelte Übertragungsverfahren HoTT (Hopping Telemetry Transmission) mit bidirektionaler Kommunikation zwischen Sender und Empfänger ist die Synthese aus Know-How, Engineering und weltweiten Tests durch Profi-Piloten. Mit diesem Verfahren wurde ein neuer Meilenstein gesetzt.
Das inzwischen etablierte Graupner HoTT-Verfahren erlaubt theoretisch mehr als 200 Modelle gleichzeitig zu betreiben. Aufgrund des zulassungsbedingten funktechnischen Mischbetriebes im 2,4-GHz-ISM-Band wird aber diese Anzahl in der Praxis erheblich geringer sein.
Die bidirektionale Kommunikation zwischen Sender und Empfänger erlaubt den einfachen Zugriff auf Daten und Programmierung der HoTT-Empfänger. Beispielsweise können auf diesem Wege Empfängerausgänge vertauscht oder Steuerfunktionen auf mehrere Servos aufgeteilt werden (Channel Mapping). Drehrichtungen von Servos lassen sich ebenso auf diesem Wege im Empfänger ändern wie Servowege limitieren. Darüber hinaus sind über optional erhältliche Module Telemetriedaten wie VARIO- und GPS-Daten abrufbar. Bis auf wenige Ausnahmen, sind alle HoTT Komponenten untereinander kompatibel.
Höhenleitwerk
Das Höhenleitwerk befindet sich im klassischen Sinne am Heck eines Flugmodells. Es ist horizontal angebracht und kann einen beweglichen Teil (Höhenruder) besitzen. Das Höhenleitwerk dient zum Ausgleich des kopflastigen Drehmoments. Das Höhenruder dient zur Drehung des Modells um seine Querachse.

I

Impeller
Bei einem Impeller handelt es sich um einen nicht freilaufenden Propeller. Das heißt, er wird von einem röhrenartigen Gehäuse umschlossen. Durch die Ummantelung wird der Wirkungsgrad des Propellers erhöht. Diese Bauart wird auch im Schiffmodellbau bei Jet-Antrieben eingesetzt.
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K

Koaxial-Antrieb
Normale Helikopter besitzen einen Heckrotor um das Drehmoment des Hauptrotors auszugleichen. Bei Koaxial RC-Hubschraubern wird das Drehmoment des Hauptrotors durch einen zweiten Hauptrotor ausgeglichen, welcher sich entgegengesetzt zum Ersten dreht. Dieses Prinzip lässt die Koax-Helis sehr eigenstabil fliegen und macht diese perfekt für Einsteiger.
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L

Ladegerät
Graupner ist einer der führenden Hersteller im Bereich der Ladegeräte. Dabei ist es egal ob man nach Standardladern, Balancer-Ladern oder Multifunktionsladern sucht, bei Graupner wird man immer fündig und bekommt höchste Qualität. Mit der Polaron Reihe setzt Graupner neue Maßstäbe in Funktionalität, Design und Leistung. Vor dem Kauf eines Ladegerätes sollte man sich immer fragen, was geladen werden soll. Welche Akku-Art, wie viele Zellen und welcher Stecker? Soll das Ladegerät ein internes oder externes Netzteil haben? Ladegeräte sind dabei nicht ausschließlich für das Laden zuständig, sondern auch für die Überwachung während des Ladevorgangs.
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Lehrer-Schüler-Funktion
Die Lehrer-Schüler-Funktion hilft, wie der Name schon sagt, beim Unterrichten von Einsteigern durch erfahrene Piloten. Graupner Sender können per Kabel oder kabellos miteinander verbunden werden. Sind die Fernsteuerungen einmal verbunden, können bestimmte Steuerkanäle an den Schüler übergeben werden. Der Lehrer kann zu jeder Zeit eingreifen und die Steuerfunktionen auf seinen Sender zurückholen.
Direkt zur Übersicht über alle möglichen L/S-Kombinationen von Graupner Fernsteuerungen

M

Multicopter
Als Multicopter werden alle Modelle bezeichnet die mehr als 2 Motoren haben und deren Schub senkrecht nach unten wirkt. Verschiedene Bauformen sind Tri- (3 Motoren), Quadro- (4 Motoren), Hexa- (6 Motoren) und Octocopter (8 Motoren). Die Flugstabilität wird durch die sogeannte Flight Control (Flugsteuerung) gewährleistet. Diese arbeitet, ähnlich wie ein Flybarless System, mit Kreiseln (Gyros). Dabei kann zwischen Lage und Drehratenmodus gewechselt werden. Im Lagemodus erfährt der Kunde volle Unterstützung, der Copter bringt sich selbstständig zurück in eine horizontale Fluglage. Im Drehratenmodus fällt diese Unterstützung weg, es wird dann immer die zuletzt gesteuerte Fluglage gehalten.
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Q

Querruder
Querruder sind die beweglichen Teile an den Tragflächen, die für die Drehung um die Längsachse sorgen. Wird ein Querruder nach unten angestellt, sorgt es für mehr Auftrieb, wird es nach oben angestellt sorgt es für Abtrieb. Um eine Drehbewegung zu realisieren, müssen die Ruder also entgegengesetzt angestellt werden.

R

Regler/ESC
Ein Regler, oder auch Fahrtenregler (engl. ESC – Electronic speed controller), steuert den Motor eines Elektromodells an, da dieses nicht direkt mit dem Empfänger verbunden werden kann. Neben der Stromversorgung sorgt der Regler auch für die Drehzahl und – Richtung des Motors. Graupner Telemetrieregler übermitteln in Echtzeit Spannung, Strom, Temperatur, Drehzahl und Kapazität. Die Graupner Fahrtregler gibt es ohne BEC, mit BEC und auch mit SBEC.
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RTF/RTR/RFH/A-RTF/ARF
Die Abkürzungen stehen für folgende Begriffe:
RTF – Ready to fly (Flugmodellbau)
RTR – Ready to run (RC-Autos und -Boote)
RFH - Ready for HoTT
ARTF – Almost ready to fly
ARTR – Almost ready to run

In RTF bzw. RTR Packungen sind alle Komponenten enthalten, die man zum Betrieb der Modelle benötig. Darüber hinaus sind die Modelle bereits aufgebaut und die Elektronik installiert. Weiter enthalten sind eine Fernsteuerung, Akku und Ladegerät.
In RFH Packungen sind die Modelle bereits, soweit wie es die Verpackung zulässt, vormontiert. Der Empfänger und die RC-Elektronik sind bereits vormontiert. Es sind keine Fernsteuerung, Akkus oder Ladegeräte enthalten. Das perfekte Set für den HoTT Piloten, der sich ohne viel Aufwand ein neues Modell zulegen möchte.
In ARTF bzw. ARTR Packungen beinhalten fast fertige Modelle. Komplexe Bauschritte wurden meist schon vorgenommen, so dass eine weitere Montage leicht erfolgen kann. Es sind keine RC-Komponenten, Akkus oder Ladegeräte enthalten.

S

Schwerpunkt
Der Schwerpunkt bezeichnet den Punkt im Modell, an dem es völlig ausbalanciert ist. Ein Flugmodell soll möglichst einfach zu steuern sein und ein gleichmäßiges Flugbild haben. Wenn der Schwerpunkt zu weit vorn bzw. hinten ist, dann kann dies das Flugverhalten negativ beeinflussen. Man kann grob sagen, dass je weiter der Schwerpunkt zur Front geht, das Modell stabiler fliegt, aber auch an Leistung einbüßt. Ist das Modell hecklastig, wird es instabiler. Man kann den Schwerpunkt z. B. mit der Positionierung des Akkus beeinflussen.
Seitenleitwerk
Seitenleitwerk nennt man den Teil des Flugmodells, der sich vertikal am Heck befindet. Der bewegliche Teil des Leitwerks wird Seitenruder genannt. Je nach Ausschlag des Ruders kommt es zu einer Drehbewegung um die vertikale Achse des Modells. Diese Drehung wird auch als Gieren (engl. Yaw) bezeichnet.
Servo
Ein elementarer Bestandteil im Modellbau sind die sog. Servos. Diese Ansteuerungseinheit wird mit Hilfe von Hörnern und teilweise mit Gestängen montiert und bewegen z. B. die Ruder bei Flugmodellen, drehen Türme oder Löschkanonen auf Schiffen oder sorgen für Beschleunigung und Verzögerung bei RC-Autos.
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Steuermode
Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Möglichkeiten, die vier Steuerfunktionen Querruder, Höhenruder, Seitenruder und Gas bzw. Bremsklappen beim Flächenmodell sowie Rollen, Nicken, Heckrotor und Gas/ Pitch beim Hubschraubermodell den beiden Steuerknüppeln zuzuordnen. Welche dieser Möglichkeiten genutzt wird, hängt von den individuellen Gewohnheiten des einzelnen Modellfliegers ab.
Flächenmodell:

Hubschraubermodell:

Weitere Steuermodi aus dem Funktionsmodellbau:

T

Telemetrie
Über das »Telemetrie«-Menü der Graupner Sender sind in Echtzeit Empfängereinstellungen sowie ggf. die Einstellungen optional angeschlossener Telemetrie-Sensoren, wie Variometer, GPS, Drehzahlen, Spannungen uvm. abruf- und programmierbar. Die Verbindung zum Sender erfolgt über den im HoTT-Empfänger integrierten Rückkanal.
Tragfläche
Die Tragfläche, Fläche oder der Flügel sorgt im Wesentlichen und hauptsächlich für den Auftrieb des Flugmodells. An den Tragflächen sind bewegliche Teile verbaut, wie Klappen oder Querruder. Flugmodelle werden je nach Anordnung und Anzahl der Tragflächen in Kategorien eingeordnet. Es gibt z. B. Hochdecker, Tiefdecker, Doppeldecker und Dreidecker. Die Strecke von Spitze zur Spitze der Tragflächen, wird als Spannweite bezeichnet.

V

Variometer
Einer der verfügbaren Telemetrie-Sensoren ist das Variometer. Mit Hilfe eines Drucksensors ermittelt das Vario die aktuelle Höhe und Steifrate des Modells.
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Vektorsteuerung
Bei der Vektor- bzw. Schubvektorsteuerung ermöglichen verschiedene Ausrichtungen des Antriebs die Lenkbewegungen. Die Graupner Vectorline Modelle nutzen genau dieses Prinzip. Durch Schwenken des Propellers werden die Modelle geschickt durch die Luft gelenkt.
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W

2 WD – Two Wheel Drive (Zweiradantrieb)
2WD ist die im RC-Car Bereich gängige Abkürzung für den Antrieb über 2 Räder.
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4WD - Four Wheel Drive (Allradantrieb)
4WD ist die im RC-Car Bereich gängige Abkürzung für einen Allradantrieb. Diese Antriebsart zeichnet sich dadurch aus, dass im Gegensatz zur Front- oder Heckantrieb, die Antriebsenergie an alle Räder geleitet wird.
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